Heim Nachricht Japan's Angst vor dem "Big One" im Juli 2025 löst Panik aus und führt zu Reiseabsagen

Japan's Angst vor dem "Big One" im Juli 2025 löst Panik aus und führt zu Reiseabsagen

Autor : Benjamin Jan 15,2026

Menschen beobachten eine Schweigeminute am 14. Jahrestag des Erdbebens, Tsunamis und Atomunglücks von 2011.

Ein zuvor kaum bekannter Manga mit dem Titel "Die Zukunft, die ich sah" (Watashi ga Mita Mirai) hat plötzlich internationale Aufmerksamkeit erregt, nachdem die Autorin Ryo Tatsuki eine erschreckende Vorhersage über eine katastrophale Naturkatastrophe gemacht hat, die Japan im Juli 2025 treffen soll. Diese alarmierende Prognose hat einige Reisende dazu veranlasst, ihre Urlaubspläne für Japan zu überdenken und intensive Diskussionen auf japanischen Social-Media-Plattformen ausgelöst.

Der prophetische Manga, der vergangene Katastrophen vorhersagte

Ursprünglich 1999 veröffentlicht, dokumentierte Tatsukis halb-autobiografischer Manga ihre angeblichen prophetischen Träume, die seit 1985 aufgezeichnet wurden. Das Cover des Buches zeigt prominent eine schaurige Vorahnung: "März 2011: Eine große Katastrophe." Nach dem verheerenden Tohoku-Erdbeben und Tsunami, das genau zum vorhergesagten Zeitpunkt eintrat, wurde der vergriffene Manga zu einem Sammlerstück, das zu Höchstpreisen verkauft wird.

Die 2021 veröffentlichte Komplettausgabe enthält aktualisierte Prophezeiungen, einschließlich Warnungen vor einer bevorstehenden Katastrophe im Juli 2025, die möglicherweise dreimal zerstörerischer sein könnte als die Katastrophe von 2011.

Wenn Fiktion die Realität beeinflusst: Reisehinweise tauchen auf

Die erneute Aufmerksamkeit für Tatsukis Vorhersagen scheint sich auf den Tourismus auszuwirken, insbesondere aus Hongkong, wo der übersetzte Manga kursiert. Wahrsager wie Meister Seven haben die Bedenken verstärkt, indem sie behaupteten, die Erdbebenrisiko in diesem Sommer sei erhöht.

Hong Kong Airlines hat Flüge nach Sendai bis Oktober ausgesetzt, während Greater Bay Airlines den Service nach Sendai und Tokushima wegen Nachfragerückgangs reduziert hat. Der Gouverneur von Miyagi, Yoshihiro Murai, wies diese Bedenken kürzlich auf einer Pressekonferenz im April als "unwissenschaftlich" zurück.

Kunst inspiriert Kunst: Der Bezug zum kommenden Horrorfilm

Das Interesse an Tatsukis Werk ist im Zuge der Werbekampagnen für den bevorstehenden Horrorfilm "5. Juli 2025, 4:18 Uhr" sprunghaft angestiegen. Während der Film Inspiration aus Tatsukis Prophezeiungen zieht, stellte der Verlag Asuka Shinsha klar, dass die Autorin nie genaue Zeitpunkte für Katastrophen angegeben habe.

Die Komplettausgabe hat inmitten dieser erneuten Aufmerksamkeit mittlerweile über 1 Million verkaufte Exemplare überschritten.

Wissenschaftlich begründete Ängste versus haltlose Vorhersagen

Während Tatsukis Vorhersagen keine wissenschaftliche Grundlage haben, treffen sie auf Japans sehr reale seismische Verwundbarkeit. Experten schätzen die Wahrscheinlichkeit eines Mega-Erdbebens im Nankai-Graben innerhalb der nächsten 30 Jahre auf 70-80 %, das potenziell 300.000 Opfer fordern könnte.

Die Japan Meteorological Agency hält an der Position fest, dass eine genaue Erdbebenvorhersage unmöglich bleibt, und stuft solche Behauptungen als "Schwindel" ein. Viele japanische Netzbürger kritisieren den anhaltenden Medienrummel, ein X-Nutzer kommentierte: "Das Nankai-Beben könnte jederzeit passieren – sich auf Manga-Prophezeiungen zu verlassen, ist absurd."

Tatsuki selbst hat sich vorsichtig geäußert und die Hoffnung geäußert, dass ihre Arbeit das Katastrophenbewusstsein schärft, während sie die Menschen auffordert, offiziellen wissenschaftlichen Leitlinien zu folgen und nicht ihren künstlerischen Visionen.